Richtenberg

Die Urkunde – Richtenberg

ursprünglich wahrscheinlich Rickeberg:
der erste Wortstamm slawisch “reka” für Gewässer, See, Fluss
der zweite Wortstamm slawisch “berch” für Ufer
„berecke“, „rickenbrega“ = Seeufer
 

tritt zum ersten Mal am 08. November 1231 ins Blickfeld urkundlicher Überlieferung. In diesem Jahr wurde Richtenberg durch Fürst Witzlaw I. von Rügen dem soeben gegründeten Zisterzienserkloster Neuenkamp (heute Franzburg) – Mutterkloster Altencamp bei Geldern im Rheinland – geschenkt. Es blieb bis zur Säkularisierung (in 1532) dem Kloster untertan.

Nach dem Wortlaut der Schenkungsurkunde war das Gemeinwesen noch ein Dorf, dann 1297 erstmals als „STADT“ verzeichnet und 1351 wird der „RAT“ genannt.

Da in besagter Urkunde des Landesherren von einem Kirchdorf die Rede ist und ein Hinwies auf das Patriarch der Kirche erfolgte, ist davon auszugehen, dass das Gemeinwesen schon länger in der Gegend seinen Platz hatte. Ein Hinweis auf eine für die damalige Zeit von wirtschaftlicher Bedeutung vorhandene Salzquelle, dem weißen Gold, ist ausdrücklich vermerkt.

Ausfertigung, Latein, Pergament 45 x 35 cm, Siegel ausgerissen
Landesarchiv Greifswald, Rep 1 , Kloster Neuenkamp Nr. 1
 
Städtische Archivalien sind durch Kriegs– und Brandverwüstungen gering vorhanden.
Das Großfeuer von 1728 legte das Gemeinwesen fast völlig in Schutt und Asche.